Fabian Drinkert für Bundesfinale nominiert - Mit stolzgeschwellter Brust grinste Fabian Drinkert in die Kameras, die den wohl bisher größten Moment in der Basketballkarriere des jungen Dassowers festhielten. Er stand neben Bundestrainer Kay Blümel, der ihn vor wenigen Minuten zusammen mit seinen Kollegen unter die besten 48 Basketballer des Jahrgangs 2003 erkoren hatte.

Eine Ehre die ihm erst als drittem Spieler aus Mecklenburg-Vorpommern zu Teil wird. Und mit durchschnittlich 6,75 Punkten und 10,5 Rebounds pro Spiel hat Fabian sich diese Auszeichnung wahrlich verdient. Doch nicht nur Fabian sondern das gesamte Team der 2003er Landesauswahl hatte Grund zur Freude, gelang doch mit dem 5. Rang die beste jemals erzielte Platzierung beim Bundeswettbewerb „Talente mit Perspektive“.

Dabei sah es zunächst nicht nach einer Erfolgsgeschichte aus, nachdem binnen einer Woche gleich zahlreiche Absagen das Team ereilten. So mussten Vincent Balau (SG Greifswald) und Johannes Zingelmann (PSV Wismar) ihre Teilnahmen aufgrund von Verletzungen bzw. Erkrankungen absagen, wobei der junge Wismaraner das Team dennoch begleitete und vorbildlich unterstützte. Zudem starteten Fabian Drinkert, Janno Pochstein und Helias Leesch stark angeschlagen ins Turnier.

Zum Auftakt wartete dann auch gleich ein ganz dicker Brocken auf das Team von Landesauswahltrainer Daniel Havlitschek. Der spätere Turniersieger zog schnell auf 11:0 davon, ehe die ersten Punkte für den BVMV gelangen. Am Ende stand ein 12:55, welches jedoch in Anbetracht der späteren deutlichen Siege der Berliner völlig in Ordnung ging.

Als nächstes wartete mit dem Nachbarn aus Schleswig-Holstein ein Gegner, den man eher auf Augenhöhe vermutete. Doch diese erwischten den weitaus besseren Start und zogen auf 8:0 davon, ehe die Jungs des BVMV ins Spiel fanden und sich vor allem in der Defense stabilisierten. So gelang es den Rückstand zur Pause auf 7:8 zu drücken. Auch nach dem Seitenwechsel behielten nun die Mecklenburger und Vorpommern das Heft in der Hand und gestatteten dem BVSH lediglich zwei weitere Punkte. So gelang mit 21:10 der historische erste Sieg in der Gruppenphase, was bereits den sicheren sechsten Gesamtrang bedeutete.

Für einen weiteren Coup reichten die Kräfte am ersten Tag dann jedoch nicht. Gegen die starke Auswahl des niedersächsischen Verbandes mussten  die Jungs den intensiven ersten Spielen und der immer dünner werdenden Personaldecke Tribut zollen. So standen phasenweise die letzten fünf einsatzfähigen Spieler auf dem Feld. Trotz anfänglich guter Szenen hatte man dem NBV wenig entgegenzusetzen und kassierte eine deutliche 4:60-Niederlage gegen den letztjährigen Sieger.

Zum Abschluss des Turniers ging es am Sonntag im Spiel um Platz fünf gegen den gastgebenden Bremer Landesverband. Die etwas längere Nachtruhe hatte dem Team gut getan und einige angeschlagene Spieler konnten sich wieder einsatzbereit melden. Und so erwischte diesmal der BVMV den besseren Start und zog auf 6:0 davon, wobei man bei einer besseren Freiwurfquote in dieser Phase (0 von 5) bereits deutlicher hätte führen können. So kämpften sich die Gastgeber zurück in die Partie und gingen beim 11:10 erstmals in Führung. Diese Führung hielt bis fünf Minuten vor Spielende (24:21), ehe die Auswahl des BVMV sich wieder auf seine Stärken in der Defense besann und auch im Angriff deutlich ruhiger agierte. So drehte man den Spieß, angeführt von einem bärenstarken Fabian Drinkert (12 Punkte, 22 Rebounds), noch einmal herum und sicherte sich mit einem 31:24 den fünften Platz und damit das beste Gesamtergebnis bei der 10. Teilnahme.

Als zur großen Siegerehrung dann auch noch Fabian Drinkert für das Bundesfinale im April in Heidelberg berufen wurde, war die Freude verständlicherweise noch größer. „Ich möchte natürlich zu allererst Fabian gratulieren, der sich hier trotz einer Erkrankung fabelhaft präsentiert hat und mit der verdienten Nominierung den Lohn für die harte Arbeit der letzten Jahr erhalten hat. Mindestens genauso stolz bin ich auf den Rest des Teams. Sie alle haben in den letzten Monaten sehr gut trainiert und sich sehr gewissenhaft vorbereitet, wozu ich natürlich auch jene Spieler zähle, die leider nicht mit dabei waren. Die Teilnahme an dieser Maßnahme ist für jeden Spieler eine Auszeichnung und wir haben bewiesen, dass wir diese tolle Platzierung zurecht erreicht haben!“, so Auswahltrainer Daniel Havlitschek.

Auswahlkader 2003:

Christoph Neubauer (SV Dassow), Luca Wolff (EBC Rostock, 4 Punkte), Ravn Susemihl (EBC Rostock, 9), Friedrich Teutsch (EBC Rostock, 6), Janno Pochstein (EBC Rostock, 2), Simon Zernahle (EBC Rostock, 6), Johannes Zingelmann (PSV Wismar, verletzt), Fiete Ehlers (EBC Rostock, 12), Vincent Balau (SG Greifswald, erkrankt), Helias Leesch (EBC Rostock, 2), Fabian Drinkert (SV Dassow, 27)

Abschlusstabelle:

1. Berlin
2. Nordrhein-Westfalen
3. Niedersachsen
4. Hamburg
5. Mecklenburg-Vorpommern
6. Bremen
7. Schleswig-Holstein
8. Brandenburg

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